Sonntag, 5. August 2012

Rezension...Ein Tag mit dir von Mitch Albom

Der Autor:

Mitch Albom, geboren 1958 in New Jersey, ist ein international anerkannter Schriftsteller, Journalist, Drehbuch- und Theaterautor, der sich auch bei Rundfunk und Fernsehen sowie als Musiker einen Namen gemacht hat. Mehr als 26 Millionen seiner Bücher sind mittlerweile auf der ganzen Welt verkauft worden. Sie wurden in zweiundvierzig Sprachen übersetzt, sind in einundvierzig Ländern erschienen und lieferten die Vorlage für eine Reihe Emmy-gekrönter Fernsehfilme, die von der Kritik gefeiert wurden.

Inhalt:

Das Buch ist auch unter dem Titel "Nur einen Tag noch" erschienen!

Chick Benedetto ist in einer Sackgasse angelangt: Die Ehe mit seiner Frau Catherine zerbricht, seine Tochter kehrt sich völlig von ihm ab, und dann verliert er auch noch seinen Job. Immer tiefer gerät er in einen Sumpf der Verzweiflung, bis er eines Tages den Entschluss fasst, seinem verpfuschten Leben ein Ende zu setzen: Er fährt nach Pepperville Beach, die Stadt seiner Kindheit, und stürzt sich von einem alten Wasserturm. Wie durch ein Wunder überlebt er – und traut seinen Augen nicht, als er plötzlich seiner verstorbenen Mutter Posey gegenübersteht. Jahrelang hatten ihn Schuldgefühle gequält, weil er sie in ihrer letzten Stunde allein gelassen hatte, doch nun gewährt das Schicksal den beiden einen Tag – einen Tag, um all das nachzuholen, was sie ein Leben lang versäumt haben. Und Chick begreift zum ersten Mal, was seine Mutter aus Liebe zu ihm alles auf sich genommen hat …



Daten im Überblick:

Taschenbuch:
Autor: Mitch Albom
Titel der Gebundenen Ausgabe: Nur einen Tag noch
Originaltitel: For One More Day
Erschienen: 2006
Seiten: 240
Verlag: Goldmann
Preis: 7,95 €









Eigene Meinung:


Charles „Chick“ Benetto hat sein Leben in den letzten Jahren in Richtung eines Abgrundes gefahren. Seine Frau Catherine hat ihn verlassen, er hasst seinen Job und trinkt deswegen mehr als gut für ihn ist. Als er von der Hochzeit seiner Tochter Maria erfährt, die ihn nicht bei dem Ereignis haben wollte, packt ihn der blanke Zorn auf sein Leben: Er beschließt Selbstmord zu begehen. Doch als er sich von dem Wasserturm seiner Heimatstadt stürzt erwartet ihn nicht der Tod. Er begegnet seiner längst verstorbenen Mutter Posey. Zu viel hat er versäumt und bereut – nun bekommt er eine letzte Chance, einen letzten Tag mit seiner Mutter.

Diese kleine aber feine Geschichte legt Augenmerk auf die Menschen die uns wichtig sind. Wer hat nicht schon einmal den Wunsch gehabt Unausgesprochenes zu sagen oder etwas ungeschehen zu machen?

Charles hat jede Menge solcher verpassten Momente erlebt. Man erfährt viel über sein bisheriges Leben, dabei auch über Kindheit und Jugend. Mitch Alboms leichter Schreibstil macht es einfach dieser Geschichte voller kleiner Weisheiten zu folgen. Das dieses Buch innerhalb von wenigen Stunden gelesen ist liegt aber auch an der geringen Seitenzahl und den kurzen Kapiteln.

Charles Erlebnisse mit seiner Mutter werden immer wieder mit Rückblicken unterbrochen: „Als ich meine Mutter im Stich ließ“ und „Als sich meine Mutter für mich einsetzte“. Diese beiden Listen erstellte Chick nach dem Tod seiner Mutter, als er sie erneut im Stich ließ… Und auch sonst ist die Liste für ihn ziemlich niederschlagend. Doch nun hat Charles die Gelegenheit, alles zu erklären. Diese Listen haben mir geholfen um den Sinn hinter dem Wiedersehen mit seiner Mutter zu finden. Eine tolle Idee über deren Einfluss auf die Geschichte ich froh bin.

Charles wird trotz seiner begangenen Fehler ebenso wie seine Mutter Pauline „Posey“ schnell sympathisch. Wer ein Buch über eine Mutter-Sohn-Beziehung (bzw. Mutter-Kind-Beziehung) sucht ist genau richtig.

Doch genau da liegt auch mein Problem mit dem Buch: Alle Fehler in Chicks Leben scheinen mit seiner Mutter verknüpft zu sein bzw. wurden irgendwie durch ein Erlebnis mit seiner Mutter ausgelöst. Leider wirkt er dadurch manchmal wie ein Muttersöhnchen, obwohl er auch ganz gut ohne Miss Posey kann!

FAZIT

Eine Hoffnung spendende Geschichte, getragen von einem schönen Schreibstil. Es mangelt nicht an Ideenreichtum, allerdings ist mir die Darstellung von Chick zu einseitig. Für das Buch wirklich schade…

4/5 Punkten


Donnerstag, 2. August 2012

[Tag] Der Entweder-Oder-Buch-Tag

Ich habe das ganze jetzt einfach mal mit dem Zusatz "Buch" versehen, weil ich schon mal einen Entweder-Oder-Tag gemacht habe, allerdings eher Allgemein. 
Ich wurde hier von keinem getaggt sondern habe einfach mal geschaut was ich für einen Tag machen könnte, damit ihr während meiner Abwesenheit trotzdem was zu lesen habt. Es geht los...

Gebunden oder Taschenbuch?
Ich liebe Gebundene Bücher, allerdings geht das natürlich sehr auf den Geldbeutel. Deswegen freue ich mich das es auch Taschenbücher gibt!

Amazon oder Buchhandel?
Ich gehe lieber in den Buchhandel und stöber durch die Regale. Schöne Cover wirken in Natur meißt immer noch schöner und ich sehe wie dick oder dünn ein Buch ist (das übersehe ich sonst gerne). Wenn ich allerdings ein älteres Buch lesen möchte was es ohne Bestellung in der Buchhandlung nicht gibt, dann wechsle ich zu Amazon. Sonst muss ich schließlich noch mal in die Stadt...

Lesezeichen oder Eselohr?
Diese Frage alleine schon. Immer wenn ich den Tag gelesen habe bei anderen Bloggern, habe ich mich gefragt wer diese Frage ursprünglich gestellt hat. Kurz: Lesezeichen. In allen Variationen, Farben, Formen, mit Bändchen und auch ohne.

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Tatsächlich ordne ich nach Autor und Titel. Ich liebe es meine nun zwei Bücherregale zu sortieren. Aber da habe ich ja auch neulich einen Post drüber gemacht.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Ich behalte meine Bücher. Wenn sie mir gar nicht gefallen haben landen sie in einer dunklen Ecke in einem dunklen Zimmer und werden irgendwann verschenkt oder verkauft.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Noch so eine Frage...Behalten!

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Ich lese ohne Umschlag und freue mich wenn ich ihn wieder ums Buch machen kann. Eigentlich ziemlich verkehrt, denn es heißt ja Schutzumschlag...Ich ärgere mich aber über Kratzer, Flecken...von daher.

Kurzgeschichte oder Roman?
Roman. Eindeutig.

Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zu Ende ist?
Kommt darauf an wie müde ich wirklich bin. Eigentlich lese ich aber immer das Kapitel zu Ende. Bei "New Orleans" von Alexandra Ripley konnte ich erst aufhören als ich die letzte Seite gelesen habe.

"Die Nacht war dunkel und stürmisch" oder "Es war einmal"?
Jetzt weiß ich nicht ob auf den Schreibstil oder die Stimmung eingegangen werden soll?! Ersteres für spannende Lektüre und "Es war einmal" für romantische Erzählungen.

Kaufen oder Leihen?
Bücher die mir total klasse gefallen haben würde ich gerne alle besitzen. Allerdings leihe ich mir gerne was von meiner Omi oder Mama aus.

Neu oder gebraucht?
Am liebsten neu, wenn es wenig Gebrauchsspuren gibt aber auch gebraucht (Omi und Mama ;) ). Habe es bisher aber nicht bei z.B. medimops oder so bestellt.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezensionen, Empfehlung oder Stöbern?
Wenn man die Bestsellerliste streicht tue ich davon alles.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Bei Reihen dürfen es verträgliche Cliffhanger sein (also keine bösen), ansonsten definitiv ein Geschlossenes Ende.

Morgens, Mittags oder Nachts lesen?
Wenn ich Zeit habe, obwohl ich gerne Nachts/Abends lese.

Einzelband oder Serie?
Ich liebe Serien, möchte aber momentan keine mehr anfangen, weil es mir zu viel mit den Reihen wird. Deswegen schätze ich immer mehr gute Einzelbände.

Lieblingsserie?
Buchserien? Ich habe bloß eine Reihe die über 4 Teile hat. Das ist Harry Potter, die Bücher liebe ich natürlich auch. Ansonsten bin ich von einem Trilogieauftakt sehr begeistert: "Zeitenzauber - Die magische Gondel" von Eva Völler.

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
"Das Leben ist keine Pralinenschachtel" von Melina Marchetta. Das erzähle ich jedem der es wissen will.

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Siehe vorige Frage.

Welches Buch liest du gegenwärtig?
"Hexenfluch" von Lynn Raven. Muss mich erst noch ein bisschen in die Geschichte einfinden und werde deshalb vielleicht parallel "Nur einen Tag" von Mitch Albom anfangen.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Siehe vor - und vorvorletzte Frage. Das Buch aber zusammen mit "Seelen" von Stephenie Meyer.

Lieblingsautoren?
Eine Zeit lang war es mal Cecelia Ahern, momentan habe ich gar keinen so richtig. Ich finde aber einige Autoren sehr spannend zu beobachten, was die so als nächstes schreiben. Dazu gehören Stephenie Meyer, Joanne K. Rowling, John Green, Jonathan Safran Foer, Eva Völler, Susan Elizabeth Phillips... Die Liste ist schier endlos.

Soo viele Fragen..puh.
Ich hoffe natürlich das euch der Tag auch ein bisschen Spaß gemacht hat!

Noch eine schöne restliche Woche!

Eure Anni




Mittwoch, 1. August 2012

Rezension...Eine wie Alaska von John Green

Der Autor:

John Michael Green wurde am 24. August 1977 in Indianapolis, Indiana geboren. Bekannt wurde er durch den Videoblog, welches er zusammen mit seinem Bruder Gank Green betreibt. Mittlerweile zählt es zu den 100 meistgesehenen auf YouTube.
Green wuchs in Orlando, Florida auf, besuchte die Indian Springs Schools in Birmingham, Alabama und studierte anschließend Englisch und Vergleichende Religionswissenschaften am Kenyon College Ohio. Sein erstes Berufsziel war Pastor, welches er nach nach einschneidenden Erfahrungen als Kaplan in einem Kinderkrankenhaus verwarf. Sein Debütroman »Eine wie Alaska« wurde international ausgezeichnet, u.a. mit dem »Michael L. Printz Award« für besonderes Verdienste um die Jugendliteratur. Die deutsche Ausgabe war 2008 gleich zweimal für den »Jugendliteraturpreis« nominiert.

Inhalt:

Der Klappentext fängt den Charme dieses Buches komplett ein. Unbedingt lesen (auch weil in meiner Rezension eine richtige Inhaltsangabe fehlt!).

Miles hat die Schule gewechselt. Auf dem Internat verknallt er sich in die schöne Alaska. Sie ist das Zentrum ihres Sonnensystems, der magische Anziehungspunkt des Internats. Wer um sie kreist, ist glücklich und verletzlich gleichermaßen, euphorisch und immer nah am Schulverweis. Alaska mag Lyrik, nächtliche Diskussionen über philosophische Absurditäten, heimliche Glimmstängel im Wald und die echte wahre Liebe. Miles ist fasziniert und überfordert zugleich. Dass hinter dieser verrückten, aufgekratzten Schale etwas Weiches und Verletzliches steckt, ist offensichtlich. Wer ist Alaska wirklich? Mit Anmut und Humor, voller Selbstironie und sehr charmant erzählt Green die zu Tränen rührende Geschichte von Miles, in dessen Leben die Liebe wie eine Bombe einschlägt.


Daten im Überblick:

Taschenbuch:
Autor: John Green
Originaltitel: Looking for Alaska
ISBN:  3423624035
Erschienen: 2007 (D)
Verlag: dtv (Reihe Hanser)
Seiten: 309
Preis: 8,95€

Eigene Meinung:

Das erste was mir bei meinem ersten John Green Roman aufgefallen ist, ist der wunderschöne Schreibstil. Er nimmt den Leser mit seinen Worten gefangen und lässt ihn erst ruhen, wenn die letzte Seite gelesen ist.
Das dieses Buch einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen hat, hat auch mit den Charakteren zu tun. Jeder von ihnen besitzt Wiedererkunngswert durch viele kleine Details die Green bei ihrer Erschaffung beachtet hat. Miles ist jemand mit dem ich mich sehr identifizieren konnte. Seine Leidenschaft für letzte Worte färbte sogar auf mich über. Aber auch die Nebencharaktere wie der „Colonel“, mit ihm teilt sich Miles ein Zimmer, und Alaska, das geheimnisvolle Mädchen, dass er nur zu gerne küssen würde, werden während des Lesens greifbar. Die Faszination des Buches und für Miles ist sowieso Alaska. Ich finde sie fantastisch, denn selbst wenn die letzte Seite gelesen ist, weiß man nicht was für ein Mensch sie ist. Sie hat ihre Geheimnisse und niemand wird sie jemals kennen lernen und wirklich verstehen können.
 „Eine wie Alaska“ ist in zwei große Abschnitte aufgeteilt: „Vorher“ und „Danach“. Die Spannung baut sich durch den Countdown bis zu der Katastrophe auf. Je mehr Tage verstreichen, desto größer wurde auch das Verlangen zu erfahren, was passieren wird.

Kapiteleinteilung: Der Countdown

„Vorher“ erzählt die Geschichte von Miles, die „Einhundertsechsunddreißig Tage“ vor dem Tag X beginnt. Bis er auf das Internat kommt hat man ihn längst in sein Herz geschlossen. Mit einer Portion Humor wird er erwachsen und lernt selbstständig zu sein. Endlich erfährt er wie schön und schmerzhaft es sein kann sich zu verlieben, wahre Freunde zu haben. „Danach“ scheint in einem vollkommen anderen Leben zu spielen, da durch diesen Tag X alles verändert wurde, woran Miles gehangen und geglaubt hat. Mit oft philosophischen Gedanken versuchen sie irgendwie mit ihrer Trauer weiterzuleben.

„Man verliebt sich auf Anhieb in diese Geschichte…Hochphilosophisch, knisternd romantisch, unglaublich witzig und – so tieftraurig. Ein Traum.“
Rhein-Zeitung
Leider fand ich den 2. Teil etwas schwächer als „Vorher“. Allerdings passt es auch in das Bild das „Danach“ vermitteln soll. Wenn ein Mensch fehlt den man gerne hatte, dann ist nichts mehr wie es war. Das Charisma dieser Person fehlt und das wurde in dem Leben von Miles und seinen Freunden ganz deutlich. Das elektrisierende Gefühl was sie davor hatten ist plötzlich verschwunden.
FAZIT
Ein wunderschönes Jugendbuch mit vielen tief gehenden Themen die alle genügend beleuchtet werden. Dabei fühlt man mit diesen außergewöhnlichen Charakteren mit die man am liebsten nicht mehr loslassen möchte. In den nächsten Jahren werden sicherlich weitere John Green Romane folgen, da der Schreibstil meines Erachtens nach Weltklasse ist.
5/5 Punkten