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Dienstag, 2. Juli 2013

Rezension...The Trouble with Spells von Lacey Weatherford (E)

Meinen Ärger konnte ich bei dieser Rezension einfach nicht besser verbergen. Aber schließlich findet man doch gar keine objektiven Rezensionen, oder...?

Die Autorin:

Lacey Weatherford is the bestselling author of the popular young adult paranormal romance series, Of Witches and Warlocks. She has always had a love of books and wanted to become a writer ever since reading her first Nancy Drew novel at the age of eight. Lacey resides in the beautiful White Mountains of Arizona. She lives with her wonderful husband, six children, one son-in-law, one grandbaby, dog, Sophie, and cat, Kiki. When she’s not out supporting one of her kids at their sporting/music events, she spends her time reading, writing, blogging, and socializing with her readers on her social media accounts.

Inhalt:

Portia Mullins had always lived the life of a normal teenager, up until her sixteenth birthday. She is then informed by her grandma that she is actually a witch who is a descendant of a long line of witches and warlocks. When she meets up with a warlock who becomes her boyfriend, she finds her life, and his, in precarious waters when they are hunted by an evil greater than they have ever known.    

Die Reihe: "Of Witches and Warlocks"

1. The Trouble with Spells
2. The Demon Kiss
3. Blood of the White Witch
4. The Dark Rises
5. Possessions of Souls

Daten im Überblick:



E-Book:
Autor: Lacey Weatherford
Deutscher Titel: /
Erschienen: 2011
Verlag: Moonstruck Media
Seiten der Print-Ausgabe: 324
Preis: 0,00 € (Stand: 2.07.2013, ansonsten 1,13€)











Eigene Meinung:



Portia erfährt an ihrem 16. Geburtstag, dass sie wie auch ihre Großmutter und ihr Vater magische Kräfte besitzt. Vance, der Bad Boy ihrer Schule, ist überraschender Weise ebenfalls in ihrem Zirkel. Als sich Portias Kräfte stärker als vermutet äußern, Vance ihr seine Liebe gesteht und sich böse Mächte in ihre Heimatstadt stehlen, beginnen die Schwierigkeiten mit Zaubersprüchen…

Leider konnte mich dieses Buch im Gegensatz zu „Chasing Nikki“ der Autorin nicht von sich überzeugen. Daher kommt die nun folgende Rezension einem Verriss sicherlich nahe, auch wenn ich natürlich versuche meine Meinung so neutral wie möglich zu schildern. Die Wahrheit ist jedoch, dass ich es kaum erwarten konnte bis das Buch zu Ende war.

Die Idee erschien mir wie ein wilder, schlecht ausgearbeiteter Mix aus einem bestimmten gehypten Fantasybuch aus dem Bereich Vampirroman und der Serie „Charmed“ (die ich im Übrigen liebe). Viele Details erschienen mir wie abgekupfert und konnten mich dadurch nicht überzeugen.

Zudem war die Liebesgeschichte komplett überzogen und kitschig. Begründet wurde dies mit einer Seelenverwandtschaft zwischen Portia und Vance. Die ständigen Liebesbeteuerungen waren allerdings unnötig und sorgten schon bald für genervtes Augenrollen. Nach 5 „Ich werde dich vermissen!“ auf zwei Seiten kann ich das nicht mehr ernst nehmen.

Durch dieses irrationale Verhalten war mir Portia auch schon bald nicht mehr so recht sympathisch. Dazu kommt, dass sie vollkommen unnötig zu einer wahren Heldin wird, die zwar keine Erfahrung hat, schließlich hat sie ja gerade von ihren Kräften erfahren, trotzdem aber alle Situationen prima alleine lösen kann. Und sich dabei kaum einen Kratzer zuzieht.

Natürlich wird es auch noch künstlich dramatisch um es zum Ende hin spannend zu machen.

Um fair zu bleiben, könnte man dieses Buch einer jüngeren Zielgruppe sicherlich empfehlen. Allerdings findet man auch für die 12-14 Jährigen bei weitem bessere Bücher!

FAZIT

Die Idee erschien mir abgekupfert, die Charaktere platt und unsympathisch, die Liebesgeschichte war zu kitschig und künstliche Spannung sind leider nicht die Zutaten für ein gelungenes Fantasybuch. Eine jüngere Zielgruppe kann das Buch aber durchaus ansprechen, deswegen auch noch 2 Punkte!

2/5 Punkten

 

Englisch?!
 
Dieses Buch ist bisher nur auf Englisch erhältlich, aber relativ einfach geschrieben. Anfänger haben aber sicherlich geringfügige Schwierigkeiten. Lest ihr das Buch auf einem kindle ist es natürlich auch möglich, mit einem (englischen) Wörterbuch unbekannte Vokabeln zu klären!

 

Mittwoch, 4. Januar 2012

Rezension...Vor dem Frost von Henning Mankell

Der Autor: 

Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, ist einer der angesehensten und meistgelesenen schwedischen Schriftsteller. Er lebt als Theaterregisseur und Autor abwechselnd in Schweden und in Maputo/Mosambik. Mit Kurt Wallander schuf er einen der weltweit beliebtesten Kommissare.

Inhalt:

Gott hat gefordert«, ruft ein Mann, als die Tiere sterben: Ein Kalb wird bei lebendigem Leib verbrannt, sechs brennende Schwäne fliegen über den Marebo-See. Frauen verschwinden, eine Amerikanerin wird in der Kirche erdrosselt, und ein Lastwagen voller Dynamit läßt den Dom von Lund in Flammen aufgehen ...

Daten im Überblick:

Taschenbuch:
Autor: Henning Mankell
Originaltitel: Innan frosten
ISBN: 9783423212595
Seiten: 519
Verlag: dtv
Auflage: 1. März 2011 (Neuauflage, Original 2002 erschienen)
Preis: 9,95 €




Eigene Meinung:

„Vor dem Frost“ ist ein Wallander-Krimi, wenn auch nicht im typischen Sinne. Er zählt auch nicht zu der Wallander Reihe dazu, ermittelt wird nämlich von Kurt Wallanders Tochter Linda.

Linda ist im Grunde eine interessante Frau. Im Teenageralter versuchte sie zwei Mal sich umzubringen, ihr Vater weiß jedoch nur von einem Selbstmordversuch.
Sowieso erfährt man viel Privates über Linda, ihren Vater Kurt Wallander, Kollegen…

Den Anfang des Buches fand ich sehr schleppend, so dass ich mich durch die ersten 100 Seiten wirklich durchquälen musste. Um das genauer zu erklären, muss ich noch etwas mehr vom Inhalt erzählen. Linda ist Polizeianwärterin und wird zur Ordnungspolizei gehen (deren Aufgaben sind z.B. Schlägereien schlichten). Plötzlich verschwindet ihre Freundin Anna und sie macht sich Sorgen. Niemand außer ihr glaubt daran, dass Anna etwas passiert ist. So kommt es das Linda selbst Nachforschungen anstellt.
Das könnte durchaus spannend sein und hat auf jeden Fall Potenzial. Meine Neugier wurde allerdings erst geweckt als ein Mord geschehen ist. Mehr möchte ich nicht über den Inhalt verraten.

Im gesamten Buch sind Kapitel aus der Sicht des Täters oder der Täter eingefügt. Teilweise war es anregend zu erfahren aus welchen Motiven sie handeln und wie sie selbst zu den Verbrechen stehen. An den meisten Stellen werden mir die Motive aber zum dritten Mal erläutert, weil die Täter anscheinend an nichts anderes mehr denken können. So kommt es das ich besonders diese Kapitel als langatmig empfand und sie mich deswegen in meinem Lesefluss gestört haben.

Bei vielen Krimis bzw. Thrillern gibt es auch Kapitel aus der Sicht des Verbrechers, die die eigentliche Handlung unterbrechen. Bei anderen Krimis hätte mich das wahrscheinlich nicht so gestört, aber bei „Vor dem Frost“ wusste ich bereits die Namen der Täter, warum sie das tun, in welchem Verhältnis sie zu anderen Personen stehen, usw. Dieser Krimi ist also nicht deswegen spannend, weil man raus finden möchte wer der Täter ist, sondern wann die Polizei auf seine Spur kommt bzw. wann Linda das tut und was die Täter weiter planen.

Außerdem gibt es noch ein Kapitel aus der Sicht eines Opfers und wie sie auf ihren Mörder gestoßen ist. Von allen „Zwischenkapiteln“ hat mich leider nur dieses überzeugen können. Sicher ist es gut ausgedehntes Wissen über den Lebenslauf des Täters zu haben – für die Polizei. Ich persönlich lese lieber die Kurzfassung (sprich zwei Seiten) dazu.
Richtig spannend war das Buch für mich nur zum Ende (ca. die letzten 40 Seiten). Es wurde spannend. Nicht weil ich wissen wollte wer der Täter war, sondern einfach warum sie auf seine Spur kommen und an diesen Stellen hat mir sogar Mankells Schreibstil ganz gut gefallen.

Wie auch bei „Der Chinese“ finde ich seine Art zu schreiben einfach nicht sehr ansprechend. Um das genauer zu erklären: Ich finde sie sachlich – nüchtern und deswegen kann ich mit seinen Büchern anscheinend nicht so viel anfangen. Möglich das meine Wertung dadurch auch nicht ganz fair ist. – Darum: Ich gebe nur meine Eigene Meinung wider.
Der Fall an sich hatte Potential, aber das ist wohl daran gescheitert das ich mit Mankell nicht zu recht komme.
FAZIT

Dieser Krimi wartet mit vielen persönlichen Einblicken zu den Personen auf – leider konnte mich das nicht überzeugen. Es war langatmig und deswegen ist auch die Spannung verloren gegangen. Mankell’s Schreibstil ist Geschmackssache. Mein Geschmack war es nicht, darum auch nur 2 von 5 Punkten.
2/5 Punkte

Vielleicht gebe ich irgendwann einem echten Wallander Roman noch mal die Chance.

Mittwoch, 30. November 2011

Rezension...Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffenegger


Die Autorin

Audrey Niffenegger wurde am 13. Juni 1963 in Michigan geboren. Sie ist Künstlerin und Schriftstellerin. Ihre Drucke und Zeichnungen werden seit 1987 in der Galerie Printworks in Chicago ausgestellt.
„ Die Frau des Zeitreisenden“ („The Time Traveler’s Wife“) erschien 2003 und ist ihr erster Roman. 2009 erschien eine auf dem Buch basierende Verfilmung mit Rachel McAdams und Eric Bana in den Hauptrollen. Ihr zweiter Roman „ Die Zwillinge von Highway“ erschien 2009.

Inhalt

Inniger könnte eine Liebe nicht sein, als die zwischen Henry De Tamble und Clare Abshire. Als sie sich kennen lernten, war sie 20, er 28. Sie verliebte sich auf der Stelle in ihn, im festen Glauben, Henry schon ewig zu kennen. Was als Liebesfloskel reichlich abgenutzt klingt, trifft bei diesem seltsamen Paar den Nagel auf den Kopf. Tatsächlich kennt Clare ihren Zukünftigen schon seit ihrem sechsten Lebensjahr. Verwirrend? Nicht, wenn man die Umstände kennt, die diese Beziehung zu etwas Besonderem machen. Der recht sprunghafte Henry leidet nämlich am  so genannten "Chrono-Syndrom". In entscheidenden Momenten neigt er dazu, urplötzlich zu verschwinden, um an anderer Stelle in Zeit und Raum unvermittelt (und splitternackt) wieder aufzutauchen. Henry De Tamble ist ein Zeitreisender!



Daten im Überblick

Taschenbuch: Autor: Audrey Niffenegger
                      Originaltitel: The Time Travelers Wife
                      ISBN: 3596163900
                      Seiten: 540
                      Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
                      Auflag: 19. Auflage (2005)
                      Preis: 9,95 Euro



Rezension

Nachdem das Buch verfilmt wurde (hab es bisher nur geschafft den Trailer zu schauen :D) und es auch überwiegend positive Rezensionen erhalten hat, war es für mich ein Lesemuss dieses Jahr. Ich war gespannt, ob das was drinne ist, genauso toll ist wie das Cover.

Eines vorweg: Teilweise musste ich mich richtig durchquälen…

Als ich den Prolog gelesen habe, war ich von der ruhigen Erzählweise Niffeneggers recht angetan und auch die Gefühle von Clare und Henry kamen sehr gut rüber. Ich wusste also schon mal, mit welchen Personen ich es da ungefähr zu tun habe. Natürlich hat sich in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft Geschehenes vermischt, was für mich bedeutet hat, nicht sofort die ganze Lebensgeschichte präsentiert zu bekommen.

Niffeneggers Art zu Schreiben blieb das ganze Buch über so. Es ist kein Buch für Kitschfans, obwohl natürlich Henrys und Clares Liebesgeschichte dahinter steht. Diese wird aber mit Worten ausgedrückt, die gerade die Tragweite ihrer Gefühle erahnen lassen und selten zu Sentimentalitäten bei den Charakteren führen. Es schien immer so, als ob beide geheimnisvoll währen und als wüssten sie, dass ihre Geschichten gelesen werden und deshalb nicht zu viel offenbaren.

Statt mit der Erzählweise, hatte ich dafür aber mit meiner Vorstellungskraft zu kämpfen. Nach einigen Kapiteln kam ich dann aber auch mit den Zeitangaben zurecht. Kleines Beispiel:

Samstag, 30. November 1991 (Henry ist 28, Claire 20) und danach
Samstag, 22. Dezember 1991 (Henry ist 28 und 33).

Am Anfang musste ich dann immer noch umrechnen (Henry ist 8 Jahre älter als Clare) und habe mich auch während des Lesens des öfteren daran erinnern müssen. Das hat sich allerdings recht schnell gelegt.

Es wird ausschließlich aus Claires und Henrys Sicht erzählt. Teilweise hätte ich mir von anderen Personen gewünscht, dass sie auch noch zu Wort kommen, wenigstens in einer Unterhaltung mit Henry oder Clare. Am Ende sind zwar die Absichten und Ziele der wichtigsten Nebencharaktere wie Gomez und Charisse, Freunden der beiden, geklärt worden. Besonders gelungen fand ich an dieser Stelle die Lebensgeschichte von Ingrid. Sie kam mir in dem Buch näher als Clare, obwohl sie auf nicht einmal 50 Seiten vorkommt… Allerdings wurden einige Personen von der Autorin für die Geschichte als nicht so bedeutsam empfunden und am Ende des Buches kaum mehr erwähnt (z.B. Claires Vater, Name vergessen). Die Geschichte spielt sich eben wirklich nur zwischen Henry und Clare ab. Ausschweifungen erlaubt sich die Autorin keine, was den Rahmen meines Interesses vielleicht auch gesprengt hätte.

Was manchmal den Rahmen gesprengt hat, waren die Ausführungen zu Clares künstlerischen Fähigkeiten. Ich als Laie konnte mit den Fachbegriffen herzlich wenig anfangen…Etwas positives hatte die ausführliche Beschreibung dann doch noch: ich weiß jetzt, wie sehr Clare an ihrer Kunst hängt und sich dafür begeistert. (Dafür wäre aber nicht extra diese Szene notwendig gewesen.)

Trotz der tollen Erzählweise, der tollen Idee…konnte mich die Geschichte bis auf einige Stellen nicht richtig fesseln. Liegt vielleicht auch daran, dass einige Ereignisse an verschiedenen Stellen im Buch von beiden Sichtweisen geschildert wurden.
Ein ganz besonderes Beispiel, ist das Ende, von dem ich mir nach Rezensionen, bei denen das Ende „zu Tränen gerührt hat“…ja…mehr erwartet hätte. Es ist 20 Seiten vorher fast wortwörtlich nachlesbar und hat mich daher echt enttäuscht. Ich hätte mir nicht nur gewünscht, dass das Ende anders beschrieben worden wäre, sondern auch, dass eine komplett andere Szene gewählt wird. Das liegt aber im Ermessen des Autors. Eine Stelle zuvor, die eher voll Hoffnung und Liebe war und ihre Zugehörigkeit gezeigt hat, fände ich geeigneter und nehme sie daher als mein persönliches Ende.

FAZIT

„ Die Frau des Zeitreisenden“ ist ein Roman ohne viel Kitsch, mit einer Idee dahinter, die diesen aber vermuten würde. Claire und Henry bleiben mir teilweise fern, die Nebencharaktere sind mir oft sympathischer und besser in Erinnerung geblieben. Mit etwas Eingewöhnung ist es kein Problem die „Zeitverschiebung“ zu verstehen. Das Ende finde ich ungelungen, da es zu hastig ist und mir eigentlich im Buch selbst und „gespoilert“ wurde. Ab da wusste ich wie das Buch ausgeht.

Schade! Ich hatte mir mehr erwartet! Darum auch nur 2 von 5 Punkten!
(Die Schreibweise die mir das Lesevergnügen eindeutig verdorben hat, ist wahrscheinlich "Geschmackssache".)

2/5 Punkte

  !! Diese Rezension wurde am 27.01.2012 geändert, um eine gerechte Punkteverteilung und damit Bewertung auf meinem Blog zu haben. !!