Sonntag, 24. Februar 2013

Rezension...Ich.Darf.Nicht.Schlafen. von S.J.Watson

Der Autor:

S. J. Watson wurde in den Midlands geboren, lebt in London und hat viele Jahre für den staatlichen britischen Gesundheitsdienst (NHS) gearbeitet. Sein erster Roman ›Ich. Darf. Nicht. Schlafen.‹ wurde aus dem Stand zu einem internationalen Mega-Bestseller, der in über 40 Ländern erscheint und in Hollywood verfilmt wird.
(www.fischerverlage.de)

Inhalt:

Ohne Erinnerung sind wir nichts. Stell dir vor, du verlierst sie immer wieder, sobald du einschläfst. Dein Name, deine Identität, die Menschen, die du liebst – alles über Nacht ausradiert. Es gibt nur eine Person, der du vertraust. Aber erzählt sie dir die ganze Wahrheit?

Als Christine aufwacht, ist sie verstört: Das Schlafzimmer ist fremd, und neben ihr im Bett liegt ein unbekannter älterer Typ. Sie kann sich an nichts erinnern. Schockiert muss sie feststellen, dass sie nicht Anfang zwanzig ist, wie sie denkt – sondern 47, verheiratet und seit einem Unfall vor vielen Jahren in einer Amnesie gefangen. Jede Nacht vergisst sie alles, was gewesen ist. Sie ist völlig angewiesen auf ihren Mann Ben, der sich immer um sie gekümmert hat. Doch dann findet Christine ein Tagebuch. Es ist in ihrer Handschrift geschrieben – und was darin steht, ist mehr als beunruhigend. Was ist wirklich mit ihr passiert? Wem kann sie trauen, wenn sie sich nicht einmal auf sich selbst verlassen kann?




Daten im Überblick:

Taschenbuch:
Autor: S.J.Watson
Originaltitel: Before I Go To Sleep
Erschienen: 2012
ISBN: 3596191467
Verlag: Fischer
Seiten: 400
Preis: 9,99€








Eigene Meinung:


Christina ist 46 Jahre alt. Doch wenn sie morgens aufwacht, erkennt sie ihr Gesicht, ihren Körper, ihr Haus und ihren Mann Ben nicht wieder, der sie liebevoll pflegt. Jeden Tag ist das neu Erfahrene gleich überraschend. Hoffnung schöpft sie erst, als sie von einem Tagebuch erfährt, dass sie angeblich jeden Tag führt. Was sie liest, verunsichert sie. Und stellt sie vor gewaltige Fragen: Wem kann ich noch vertrauen? Erzählt das Tagebuch mir die Wahrheit? Oder bin ich psychotisch – war ich es vielleicht gestern?

Dieser unblutige Thriller aus der Feder von S.J. Watson war wirklich spannend! Die Grundidee des Buches (die etwas an „50 erste Dates“ mit Adam Sandler und Drew Barrymore erinnern mag, nur als Thriller) wurde durch den Schreibstil perfektioniert.

Christines Zweifel an ihrem Leben und die Verzweiflung an sich selbst nimmt man ihr sofort ab. Was würde man selbst tun, könnte man seine Erinnerungen nur 24 Stunden behalten? Wenn alle hochgekommenen Erinnerungen erneut tief unter der Oberfläche verschwinden, sobald man schlafen geht? Der Psychothriller spielt so zu einem gewissen Grad auch mit unser aller Ängsten: Jeder möchte ein selbstbestimmtes Leben führen. Entscheidungen treffen und Erfahrungen machen.

Dabei hilft Christine ein gewisser Dr. Nash. Jeden Morgen ruft er sie an und erzählt ihr von der Existenz eines Tagebuches.
So bekommt Christine die Erinnerungen an den vorigen Tag zwar nicht zurück, doch sie weiß was geschehen ist. Doch was sie liest, kann unmöglich die Wahrheit sein. Oder doch?

Wie gesagt, die Grundhandlung ist nicht neu. Trotzdem ist dieser Psychothriller oft ein Pageturner, in den man total hineingezogen wird. Mir haben die psychologischen Aspekte dabei ebenfalls sehr gut gefallen mit denen der Autor geschickt spielt.
Das Ende hatte ich teilweise vorausgesehen. Trotzdem bin ich auch hier nicht enttäuscht, da es einige Wendungen gibt die ich nicht im Plan hatte.

FAZIT

Ein durchdachter gut geschriebener Psychothriller, dessen Ideen nicht vollkommen neu sind. Das störte mich als Leser aber gar nicht, da Christine als Hauptperson sehr real wirkt und mich in das Buch hineingezogen hat!

4/5 Punkten

Kommentare:

  1. Tolle Rezension!
    Ich bin nun noch gespannter auf das Buch und werde es mir demnächst kaufen. :)

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  2. Hallo,

    freut mich, dass dir der Thriller ebenfalls so gut gefallen hat. Ich stimme dir zu, als die Zusammenhänge sich zu verdichten begonnen hatten, konnte man als Leser schon erahnen, worauf es hinaus läuft, doch gerade das Ende fand ich sehr gut umgesetzt.

    Liebe Grüße,
    Patricia

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Danke für jedes einzelne liebe Kommentar! Anni